Auf dieser Seite werde ich immer wieder unsere Stadt betreffende Themen aktuell aufgreifen. Ich werde bestimmte Entwicklungen kritisch begleiten und Alternativen aufzeigen aber auch den
Finger in die Wunde erkennbarer  Fehlentwicklungen legen. Gibt es etwas besonders Positives zu berichten, kann dies natürlich auch hier seinen Niederschlag finden.

Die Berichte sind auf dieser Seite nach Aktualität abgelegt, so dass der aktuellste Beitrag immer ganz zu vorderst steht und weniger aktuelle Beiträge immer weiter nach unten "rutschen".

Allerdings können Ergänzungen / Aktualisierungen von bereits vorhandenen Beiträgen, diesen anschließend zugeordnet sein, damit sie im direkten Kontext wahrgenommen werden können.

Auf den Unterseiten zu dieser Seite werde ich mich im Wesentlichen auf Bildbeiträge beschränken. (Zur Zeit sind folgende Fotoalben installiert: HBBM Besucher-stollen, HBBM Themenpark, Singliser See, Gomether See, Badesee Stockelache, Borkener See und Schwalm) Bitte beachten Sie, dass die einzelnen Unterthemen auf dieser Web-Seite nur mit einer statischen Anzahl von Bildern und Informationen gefüllt sind. Die aktuellsten Bilder liegen in einer umfangreichen Fotosammlung vor. Diese wird ständig erweitert. Diese Fotosammlung ist nach den Themenbereichen sortiert und über Links, in den jeweiligen PDF-Dateien und in der Tabelle ganz unten auf dieser Seite, erreichbar.

Neben den Fotoalben habe ich derzeit noch eine Unterseite "Hier tut sich was ... " mit weiteren Unterseiten eingerichtet. Es handelt sich, im Gegensatz zu den Fotoalben, um kommentierte Bilddokumentationen.

Ich wünsche den Besuchern meiner Webseite unterhaltsame Information. Sollten Sie Anregungen haben, Lob oderTadel los werden wollen, steht Ihnen hierfür die Mail-Adresse: ljbaumann@ljbaumann.de zur Verfügung.   


15.05.2017

Gerade neu hergestellt - schon wieder total verrammelt!

Nach dem Abschluss der Arbeiten am neuen Radweg (Radweg wurde erstellt, die erforderliche Ampelanlage lässt aber noch auf sich warten.) vom Badesee Stockelache nach Kerstenhausen musste die ausführenden Firma den von ihr während der Bauphase ziemlich ramponierten Parkplatz an der Stockelache wieder in Ordnung bringen.

Dies wäre der richtige Zeitpunkt für die Stadtverwaltung der Stadt (Borken) gewesen, diese - nur an wirklich besucherintensiven Badetagen nötige - Parkplatzläche zu "schützen". Insbesondere aus der Erfahrung, dass an gleicher Stelle in der Vergangenheit schon ähnliche Schäden angerichtet wurden und aus der Kenntnis der massiven Vandalismusschäden an der benachbarten NVV-Bushaltestelle Stockelache.

Leider hat man aus den - am Parkplatz des Singliser Sees an der K 17 - gemachten üblen Erfahrungen auch nichts gelernt.

Der Werterhalt sollte für eine Kommune einen ähnlich hohen Stellenwert haben, wie die Verwirklichung neuer Vorhaben.

Das Drifting macht Chaoten auf einer frisch geschotterten und gesplitteten Fläche genauso viel Spaß wie auf einer Grasnarbe. Hätte man dies im Hinterkopf gehabt, hätte man größeren Schaden vermeiden können.- Nun ist es zu spät, für den bereits angerichteten Schaden - nicht aber für Vorkehrungen, die diese Fläche, und nicht nur diese sondern auch das übrige Areal, zukünftig schützen könnten.

Um bei einer geplanten Maßnahme nicht zu kurz zu springen, sei mir der Hinweis gestattet: Dieses Drifting findet nicht etwa nur bei Dunkelheit statt, sondern konnte in der Vergangenheit auch schon mitten am Tag von der gegenüberliegenden Bushaltstelle beobachtet werden. (Selbst auf dem Parkplatz am Fachmarktzentrum in der Innenstadt habe ich an einem Wochenende gleiches beobachten können. Es war ein einzelner BMW-Fahrer, der genauso plötzlich wie er auftauchte auch - nachdem er vermutlich einige Milimeter Reifenbelag dort gelassen hat - wieder verschwunden war.)

Fazit: Der angerichtete Schaden wäre seitens der Verwaltung vermeidbar gewesen!

Die folgenden Aufnahmen sprechen für sich und bedürfen keiner zusätzlichen Kommentierung (Aufnahmedatum Sonntag, 14.05.2017)

 

 

 

 

 

 

 


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Beitrag veröffentlicht: 15.05.2017
Beitrag ergänzt: 18.05.2017


15.05.2017

Nur ein Schönwetter-Radweg?

Wie inzwischen hinlänglich bekannt ist, hat Hessen-Mobil schon bei der Planung des neuen Radweges vom Badesee Stockelache nach Kerstenhausen kein glückliches Händchen bewiesen.

Bevor es zur Ausführung des Vorhabens kam, schien Hessen-Mobil jahrelang gar kein(e) Händchen mehr gehabt zu haben.

Nun stellt sich heraus, dass Hessen-Mobil auch bei der Auftragsvergabe an das ausführende Unternehmen offensichtlich kein besonders gutes Händchen gehabt hat.

Die Befahrung nach einer gut 1,5 Stunden zurückliegenden Regenschauer offenbart die Mängel: "Tiefe Pfützen". Der Radweg weist eine ganz Anzahl tiefer Dellen und Längsver-tiefungen auf, die er eigentlich nicht haben sollte. Dort wo das Wasser abfließen konnte, war der Radweg längst abgetrocknet.

Man sollte doch annehmen können, dass es möglich ist, einen frei in der Landschaft neu zu errichtenden 3 Meter breiten Radweg mit einer dellenfreien Oberfläche und einer geringen Neigung von einer zur anderen Seite, oder meinetwegen auch von der Mitte nach rechts und nach links, herzustellen. Woran ist dies gescheitert? Liegt es am "billigsten" Anbieter? Ist der Radweg inzwischen schon mängelfrei von Hessem-Mobil abgenomen worden?

Eine Regenschauer kann jeden Radfahrer überraschen, gehört zum Radfahren quasi dazu. Man stellt sich unter, wartet vielleicht noch einige Minuten ab und setzt dann seine Fahrt fort. Dies ist alles kein Problem solange auf dem benutzen Radweg das Wasser ablaufen kann und nicht noch Stunden nach nach einer Regenschauer dort steht. Mich würden mal die Qualitätsstandards interessieren, die Hessen-Mobil mit dem Auftragnehmer vereinbart hat.

Die folgenden Aufnahmen sind selbsterklärend und benötigen keine Kommentierung.

Die Radwegesituation ist bekanntermaßen auch an anderen Stellen nicht wirklich toll. Dabei handelt es sich allerdings um "uralte" Radwege, die einfach in die Jahre gekommen sind und nicht um funkelnagelneue Radwege. Es spricht aber nichts dagegen, auch diese "alten" Radwege einer "Verjüngungskur" zu unterziehen! Dies wäre sicher sinnvoller gewesen, als den von mir in einem anderen Beitrag als "Olmes-Radweg" genannten Radweg anzulegen. 

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Beitrag veröffentlicht: 15.05.2017


10.05.2017

Apropos Tourismus - ÖPNV eine vernachlässigbare Komponente?

Natürlich nicht, werden die meisten Menschen spontan antworten. In der Stadtverwaltung Borken (Hessen) sieht man das aber scheinbar ganz anders?

Worum geht es konkret? Das Stichwort lautet NVV-Haltestelle Stockelache in Fahrtrichtung Kernstadt.

Noch während meiner Zeit als Stadtverordneter habe ich den erbarmungswürdigen  Zustand dieser Haltestelle kritisiert. Dies ist nachzulesen in meiner damaligen Anfrage. Die zwei anderen Punkte der Anfrage können inzwischen als gegenstandslos betrachtet werden.

Betreffs der Haltestelle Stockelache, habe ich seinerzeit eine ziemlich dämliche Antwort erhalten. Wenn jemand angibt, dass er seit vier Jahren eine Lösung des Problems anstrebt, dann signalisiert er mir: "Grenzenlose Unfähigkeit oder gar kein ernsthaftes Interessen an der Lösung des Problems". Beides ist gleichermaßen schlecht für unsere Stadt.

Mir ist schon klar, dass ein Bürgermeister nicht alles persönlich erledigen kann. Er muss aber seine Mannschaft soweit im Griff haben, dass diese ihre Aufgaben gewissenhaft erledigen. Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser.

Wer es genauer wissen will, was seinerzeit bereits öffentlich war, den verweise ich zum Stöbern auf die Seite http://www.ljbaumann.de/aktuelle-themen.html

Nun, wo stehen wir in der Sache heute - fast genau zwei Jahre nach meiner Anfrage? Seitens der Stadtverwaltung ist an dem besagten Zustand nichts geändert worden.

Man kann sich die Frage stellen, ob das betreffende "Fachpersonal" der Stadtverwaltung nach dem Bürgermeisterwechsel alle offenen Vorgänge vom Schreibtisch hat fallen lassen? Den Eindruck könnte man haben. Oder bemüht man sich nach weiteren zwei Jahren immer noch um die Kooperation mit dem NVV zur Lösung des Problems? Für die wirklichen Heraus-forderungen ihres Jobs, nämlich schwierige Verhandlungen mit der Deutschen Bahn, schwierige Verhandlungen mit Hessen-Mobil oder schwierige Verhandlungen mit dem NVV, scheint sich keiner der "Fachleute" in der Stadtverwaltung  erwärmen zu können. - Alles nur Laienspieler?

Die Frage lautete: "Wo stehen wir in der Sache heute - fast genau zwei Jahre nach meiner Anfrage"? Sie ist aber bei weitem noch nicht beantwortet. Der Zustand der Haltestelle hat sich in der letzten Zeit weiterhin dramatisch verschlechtert:

•  Zunächst wurde das Haltestellenschild einschließlich Haltestellenfahrplan Opfer von Vandalismus (oder hat es einen Unfallschaden gegeben?)

•  Kurze Zeit später wurde der Papierkorb samt Halterung aus dem Boden gerissen und fand sich auf der Straße wieder.

Es handelt sich um Schäden, die den städtischen Mitarbeitern bei ihren Kontrollgängen oder -fahrten eigentlich nicht verborgen bleiben sollten.

Bei Fremden, gar Touristen, hinterlässt ein solcher Zustand einen verheerenden Eindruck. Jeder möge sich mal in die Situation versetzen, dass er in einer Region Urlaub macht, wo er Vergleichbares vorfindet. Er findet hier bei uns eine "Haltestelle" vor, die es nur noch auf dem Papier, vielleicht im Prospekt, aber aufgrund der fehlenden, von der StVO vorgeschriebenen, Beschilderung - Schild 224 Haltestelle - in Realität faktisch gar nicht mehr gibt.

Muss es in dieser Gegegend Chaoten geben, dass Vandalismusschäden schon gar nicht mehr beseitigt werden, könnte der Urlauber denken. Das lässt den Wohlfühlfaktor rapide abfallen. Der Tourist könnte sich aber auch hinters Licht geführt fühlen, weil er mit bunten Faltblättern oder gar Hochglanzbroschüren hierher gelockt wird und dann wird er mit solchen gravierenden Mängeln konfrontiert.  

Im Rathaus sollte man schon wissen, dass man mit Rotkäppchenland oder einstmals Erlebnisregion Edersee allein keinen nachhaltigen Tourismus initiieren kann.

Vielleicht sollte man sich grundsätzlich einmal überlegen, ob man sich die Entwicklung hin zu mehr Tourismus in Borken überhaupt leisten kann? Und ggf. in einem "Masterplan" festlegen, auf welchem Niveau das stattfinden und wie es finanziert werden soll. - Hoffnung, Wunder, Glaube sind hier fehl am Platz.

Damit das hier nicht nur dröges Geschreibe bleibt, folgen jetzt ein paar eindurcksvolle Aufnahmen von der in Bezug genommenen Haltestelle.

Vielleicht sollte man mal einen Wettbewerb "Schlechteste Haltestelle im NVV-Gebiet" ins Leben rufen. Da hätten wir gute Chancen wenigstens hier den ersten Platz zu belegen - und das völlig anstrengunsglos. 

Bild 1
Ich habe das Fehlen des Haltestellenmastes zum ersten Mal am 16.06.2016 festgestellt.

Bild 2
Mindestens seit dem 16.06.2016 ist die NVV Haltestelle Stockelache nicht mehr als Haltstelle erkennbar. Hier hätte zeitlich nah, ein Behelfshaltestellenschild hin gehört. Wie man deutlich erkennen kann, war kurze Zeit vorher ein "Putztrupp" vor Ort gewesen und hat die Haltstellen vom Wildwuchs freigelegt.  Melden die Mitarbeiter keine Mängel, wird anschließend kein Mängelprotokoll aufgenommen oder dieses einfach nicht abgearbeitet? 

Bild 3
Die Entschärfung dieses, aus dem Boden ragenden, Befestigungspins der ehemaligen Wartehallenbefestigung wurde von mir schon in meiner Anfrage vom 04.06.2015 angemahnt. Zum Aufnahmezeitpunkt am 16.02.2016 war er immer noch vorhanden. 

Bild 4
Ab dem 09.02.2017 (Aufnahmedatum) ist auch der Abfallbehälter der Zerstörung anheim gefallen. 

Bild 5 - Aufnahmedatum: 09.07.2017
Gleiches Szenario aus der entgegengesetzt Aufnahmerichtung. 

Bild 6 - Aufnahmedatum: 10.05.2017
Wie heißt es so schön: "Die Zeit heilt alle Wunden". Die Natur braucht lediglich eine Vegetationsperiode und keiner kann mehr erkennen, wo der Haltestellenmast einschließlich Haltestellenbezeichnung und Fahrplan gestanden hat. 

Bild 7 Aufnahmedatum: 10.05.2017
Eine alte Bekannte, die Befestigung des ehemaligen Wartehäuschens, ragt auch heute noch aus dem Boden der Haltestellenpflasterung hervor. Muss man sich darüber eigentlich noch wundern? 

Bild 8 - Aufnahmedatum: 10.05.2017
Hier stand einstmals der Abfallbehälter.

Bild 9 - Aufnahmedatum: 10.05.2017
Nichts, aber auch gar nichts deutet aktuell noch darauf hin, dass dies noch eine "aktive" Haltestelle im NVV-Netz sein soll. Die angelegte Haltebucht und die Pflasterung lassen allenfalls vermuten, hier könnte einmal eine Haltstelle gewesen sein. Vielleicht nur noch eine Frage der Zeit, wann die ersten Fahrgemeinschaften nach Kassel diese "schöne Stelle" für sich entdecken, nach dem man ihnen die Abstellmöglichkeit unter der Autobahnbrücke mit dem Radweg verbaut hat? 

Ich denke der beschriebene Sachverhalt könnte gut als Grundlage dafür dienen, intern in der Verwaltung einmal den Versäumnissen auf den Grund zu gehen. Zu klären wäre meines Erachtens:

• gab es organisatorisches Versagen oder

• hat ein einer der "Fachleute" total versagt?

Beides zu erkennen ist gleichermaßen für die Lösung des Problems wichtig. Erst wenn man gewillt ist, Probleme konsequent aufzuarbeiten, kann man sie auch abstellen (wenn's nötig ist, auch in der Besenkammer). Meiner Meinung nach ist es 5 vor 12.

Und bitte nicht vergessen: "Ich bin nur der Überbringer der schlechten Botschaften ...."!


Borken (Hessen), 10.05.2017
Lutz Baumann

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Beitrag veröffentlicht: 10.05.2017

18.06.2017

Au weia, hier tut sich was. Aber was? Hat man mal mit einem Zahnstocher nachgeschaut ob das ehemalige Haltenstellenschild ein Fundament hatte? Wirklich interessant! Na ja, die "Baustelle" signalisiert zumindest, dass man den Sachverhalt immer noch oder wieder auf dem "Schirm" hat. 

19.06.2017

Oh, gestern wurde noch herumgestochert und jetzt tut sich doch ganz Konkretes. - Toll!

20.06.2017

Oh, wer hätte das gedacht? Die Haltestelle hat wieder ein Haltestellenschild erhalten. Der Papierkorb hat nun keinen eigenen Pfosten mehr, braucht er auch nicht. Wenn jetzt auch noch ein Fahrplan an den Mast geschraubt wird, dann diese Ausstattung wieder o.k..

Das sprengt ja fast meine Vorstellung: Auch die aus dem Boden ragenden Befestigungspins des ehemaligen Haltestellenhäuschens wurden beseitigt.

Sogar die Pins am Rand sind weg. Hier wurde endlich ganze Arbeit geleistet. Warum die "Aufrüstung" der Haltestelle allerding ein Jahr gedauert hat, bleibt für mich ein Rätsel? Trotzdem verdient das jetzige Resultat nun auch einen Daumenhoch:

Bedauerlich bleibt nur, dass man sich scheinbar von der Neuerrichtung des ehemals vorhandenen Haltestellenhäuschens klammheimlich verabschiedet hat.

 

Nachtrag veröffentlicht am: 21.06.2017


09.05.2017

Versuch einer Zuordnung

Anhand der verfügbaren Informationen wurde einmal der Versuch unternommen den "Olmes-Radweg", der in Wirklichkeit gar nicht so heißt, in das bekannte Radwegenetz einzuordnen, da es sich um ein "merkwürdiges" neues Teilstück handelt.

Die Zuordnung ist anhand der vorliegenden höchst widersprüchlichen Informationen nicht einfach und gelingt schließlich gar nicht.

Eine Zeitungsnotiz aus den Heimat Nachrichten vom 09.12.2015 (Seite 16) unter dem Titel "Land fördert Schwalm-Radweg" verweist auf den Schwalm-Radweg, der in Abschnitten mit

einfacher Schotterung - explizit wird auf den Abschnitt zwischen Philipp-Reis-Straße und Heinrich-Hertz-Straße in Borken hingewiesen - asphaltiert werden soll.

An dieser Stelle stolpert man, bei genauem Hinsehen, über zwei Widersprüche.

Zum einen ist dieses Teilstück überhaupt kein Bestandteil des Schwalm-Radweges, der hier im  Fernradweg 4 integriert ist und einen völlig anderen Streckenverlauf aufweist.

Zum anderen war das Teilstück Bestandteil eines Wirtschaftsweges, der bei trockenem Wetter ausreichend gut befahrbar war. Es gab dort keine schwer befahrbare Schotterung, wie man sie etwa an der Südumfahrung am Singliser See einmal "hingeworfen" hatte. (Anm.: Ich hatte seinerzeit an anderer Stelle davon berichtet und auf Abhilfe gedrängt. Der Schotter  wurde daraufhin wieder weitestgehend abgetragen.Vgl. Meine Anfrage und Antwort aus dem Bauausschuss.) Wie gut ein Radweg befahrbar ist, ist sicher auch zum Teil dem subjektiven Empfinden unterworfen. Wenn ich den Wirtschaftsweg in seinem ursprünglichen Zustand meiner persönlicher Bewertung unterwerfe, war er nicht schlechter befahrbar als der Weg zwischen dem Grünabfallplatz und der Gombether Mühle an der nördlichen Böschung des Gombether Sees oder wie viele andere Radwege auch. Zum Beispiel befindet sich der Radweg zwischen dem Ortsteil Singlis (L 3149) und dem Brückenhaus an der Schwalm (L 3148) in einem völlig vergleichbaren Zustand wie der Wirtschaftsweg zuvor.

Den Informationsgehalt des in Bezug genommen Zeitungsartikels kann man sozusagen "in die Tonne kloppen", weil der Wahrheitsgehalt sehr zu wünschen übrig lässt. Es wäre jetzt sehr müßig, den Ursachen der "Falschmeldung" nachzugehen.

Der Kartenausschnitt (Quelle: OpenStreetMap Radwegekarte) zeigt den Verlauf des Schwalm-Radweges, der in diesem Bereich mit dem Fernradweges R4 zusammenfällt. Der "Olmes-Radweg", durch das rote Oval gekennzeichnet, wird zwar vom Streckenverlauf tangiert, ist aber in den Streckenverlauf des Schwalm-Radweges nicht integriert.

Hinweis: Solange ich die urheberrechtlichen Bedenken meiner Fotoaufnahme von der Infotafel am Bahnhof nicht geklärt habe, verzichte ich auf die Abbildung des Kartenaus-schnittes an dieser Stelle. - Jeder kann sich aber über den hier beschriebenen Sachverhalt anhand dieser Infotafel selbst überzeugen.

Der obige Kartenausschnitt (Quelle: Eigene Fotoaufnahme einer Hinweistafel, die aktuell am Bahnhof in Borken (Hessen) installiert wurde.) zeigt den Verlauf des sogenannten Seen-Rundweges. Auch hier muss man feststellen, dass der "Olmes-Radweg" (siehe rotes Oval) auch nur tangiert wird und keinesfalls in den Streckenverlauf eingebunden ist.

Andere ausgewiesene Radwege in die dieses neue, rund 600 Meter lange, Teilstück integriert werden könnten sind mir nicht bekannt. Auf die weitere Entwicklung, z.B. eine schlüssige Beschilderung, in dieser Sache bin ich gespannt.

Es besteht die Möglichkeit noch eine dritte Quelle zum "Versuch einer Zuordnung" heranzu-ziehen.

Quelle: Borkener Anzeiger Nr. 17 vom 28.04.2017 - Beitrag zum Lesen bitte anklicken!
Hier kommt eine andere textliche Variante zum Einsatz. Der neue Weg wird als << Fuß- und Radweg zwischen der Kernstadt und dem Schwalm-Radweg>> bezeichnet. Ganz schön neutral gehalten. Vielleicht zeigt in dieser Mitteilung mein zuvor veröffentlichtes Orakeln über diesen Weg schon Wirkung.

Aufhellung in die ganze Angelegenheit bringt dies aber letztlich auch nicht. Den Schwalm-Radweg erreicht man von der Innenstadt über den Radweg an der Kleinengliser Straße über die Albert-Einstein-Straße auch und die Weglänge ist auf Grund der parallelen Lage auch identisch. Warum also richtig viel Geld in die Hand genommen wurde erklärt dies nicht.
Warum das Land/Hessen-Mobil ein solches, geradezu überflüssiges Geschenk an die Stadt Borken (Hessen) vergibt, bleibt rätselhaft. Für alle sollte klar sein: Hier wurden Steuergelder verbaut. Zwar für einen tollen Weg, keine Frage, aber für einen den keiner wirklich braucht.
Hat man in der Borkener Stadtverwaltung unter dem Aspekt, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, alle Augen zugedrückt? Wäre aus meiner Sicht nicht gut, weil man sich zum Mittäter an einer möglichen Steuergeldverschwendung gemacht hat. - Wobei auch die Frage nach der Höhe der Eigenbeteiligung noch nicht geklärt ist.

Vielleicht liegt es ja nur an einem grottenschlechten Informationsmanagement und alles Orakeln lief in die falsche Richtung? Wer weiß, wer weiß?

Ich denke, dass in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesagt bzw. geschrieben ist.

Borken, den 09.05.2017 Lutz Baumann

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29.05.2017

Neue Erkenntnisse

Das Thema "Olmes-Radweg erscheint mir einer weitergehenden Beleuchtung würdig zu sein, weil alle bisher aufgeworfenen Fragen bisher unbeantwortet geblieben sind.

Bei der weiteren Recherche bin ich auf den Bebauungsplan 30 (Stand vom 29.10.2012) in meinen Unterlagen gestoßen. Dieser Plan offenbart einige interessante Details, die, soweit dieser BPlan in der Zwischenzeit nicht offiziell geändert wurde, immer noch Gültigkeit haben.

Quelle: Bebauungsplan Nr. 30  "Industriepark Am Kraftwerk" Vorababzug gemäß Beschlußvorlage November 2012 -
hier: kleine Ausschnitte aus dem Plan, der das komplette beplante Gebiet Nr. 30 abdeckt.

Alle drei Planauszüge weisen die korrekte Nordausrichtung auf.

Auf dem linken Bild ist rechts der von mir als "Olmes-Radweg" bezeichnete Weg in Schraffur auf der östlichen Olmes-Seite erkennbar. Im Norden mündet der Weg, wie bereits an anderer Stelle beschrieben, auf der Höhe der Straßenbrücke über die Olmes (Weg zum Grünabfallplatz)  in die Heinrich-Hertz-Straße.

Im Süden hat der Weg über den Olmes-Steg Anschluss an den Wendehammer der Philipp-Reis-Straße.

Auf der westlichen Seite der Olmes ist in dem Plan - ebenfalls in Schraffur - ein Fußweg eingezeichnet. Dieser Weg existiert in der Realität (bisher) nur als "sehr einfacher" Trampelfpfad.

Zur genaueren Interpretation dieses Ausschnittes sollen die beiden folgenden, nochmals vergrößerten, Ausschnitte dienen.

 

 

 

 

 

Der erste vergrößerte Teilausschnitt zeigt den nördlichen Teil des "Olmes-Radweges".

Hier ist dieser Weg mit einem "W" (siehe Legende weiter unten) als Wirtschaftsweg ausgewiesen. In diesem Fall war der Ausbau dieses Weges - als völlig überflüssiges Radwegeteilstück - also nur ein Geschenk an die Landwirte. deren Kollegen sich dem  Ausbau des Radweges vom Badesee Stockelache nach Kerstenhausen vehemment entgegengestellt haben? - Toll!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der linken Vergrößerung ist erkennbar, dass der Weg auf der westlichen Olmes-Seite mit einem "F" (siehe Legende weiter unten) als Fussweg gekennzeichnet ist.

Einen Hinweis auf einen geplanten Radweg sucht man auf beiden Ausschnitten vergeblich.

Interessant auf diesem Bild ist auch die ursprünglich gerade Planung des Anschlusses des Olmes-Steges an den Wendehammer in der Philipp-Reis-Straße und nicht mit dem, von mir in meinem Beitrag vom 07.05.2017 "Meine Kritik am Verwaltungshandeln der Stadt Borken (Hessen)", hinterfragten Schlenker.

Hier stellt sich die Frage: "Hält sich die Verwaltung nicht an ihre eigene, durch die  Stadtverordneten-Versammlung abgesegnete, Planung"? Oder wurde diese inzwischen, von mir unbemerkt, umgeplant? Dann wüsste ich gerne die Begründung für den inzwischen geschaffenen Schlenker des Wegeanschlusses. Ich glaube vielmehr, dass hier einerseits innerhalb der Stadtverwalung erhebliche Kommunikationsdefizite zu Tage treten und andererseits, dass sich die verantwortlichen "Fachleute" viel zu wenig vor Ort bewegen. 

Bei der Ausführung der Asphaltierung des Weges ist man schließlich einfach einem, über die Jahre entstandenen, Trampelpfad und keinem Plan gefolgt - Toll!

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Beitrag veröffentlicht: 09.05.2017
Beitrag ergänzt: 29.05.2017


08. Mai 2017

Thema: Radweg vom Badesee Stockelache nach Kerstenhausen

Was suggeriert dem Leser folgende Meldung aus dem Rathaus?

 

Quelle: Borkener Anzeiger Nr. 17 vom 28.04.2017 (im Format angepasst.)

Wohl in erster Linie, dass der Radweg wie er gebaut wurde ausschließlich in der Verantwortung von Hessen-Mobil liegt und die Stadt Borken keinerlei Einfluss darauf gehabt hat.

Hier stellt sich die Frage, war das wirklich so?

Wie soll der Bürger verstehen, dass bei einer solchen wichtigen Planung die ureigensten Interessen der Stadt Borken (Hessen) völlig unberücksichtigt geblieben sind? Schließlich geht es doch in erster Linie um Borkener Interessen und nicht etwa um Interessen von Hessen-Mobil oder irgend einer Landesregierung - diese Interessen können den Borkener völlig wurscht sein.

Wenn die Verantwortlichen der Stadt Borken (Hessen) seinerzeit alles erdenklich Mögliche für eine alternative Streckenführung getan haben muss hier "Futter bei die Fische". Ansonsten bleibt dies nur eine billige - weil unbelegte - Behauptung und Schuldzuweisung.

Mit anderen Worten, es sollte eine Veröffentlichung des einschlägigen Schriftwechsels und von Verhandlungsprotokollen der Stadt Borken (Hessen) mit Hessen-Mobil und ggf. der Landesregierung, erfolgen. Bei einer ordentlichen Arbeitsweise in der Verwaltung sollte es keine Probleme bereiten, solche Schriftstücke der Öffentlichkeit vorzulegen. Es ist ja nicht anzunehmen, dass solche wichtigen Dinge nur "per Zuruf" geregelt werden. (Mein Vertrauen in die Arbeitsweise einzelner Mitarbeiter der Stadtverwaltung ist aber schon seit längerem arg ramponiert, so dass ich dies auch nicht gänzlich ausschließen will. Einem wirklich "krassen" Beispiel aus der neueren Zeit werde ich in Kürze eine eigene Kommentierung widmen.)

Dies steht auch völlig im Einklang mit dem Transparenzversprechen, mit dem der neue  Bürgermeister, Marcel Pritsch-Rehm, angetreten ist.

Erst dann kann sich jeder Bürger ein objektives Bild davon machen, wer für die Fehlplanung  tatsächlich verantwortlich zu machen ist.

Weil es in hohem Maße skandalös wäre, will es mir nicht in den Kopf, dass sich eine Landesregierung und ihre Fachbehörde, Hessen-Mobil, erdreistet, an den ganz  banalen Interessen einer Kommune völlig vorbeizuplanen.

Dies steht auch im Widerspruch dazu, dass Hessen-Mobil ihre ursprünglich geplante Streckenführung auf der östlichen Seite der Autobahn aufgegeben hat und  dort letztlich den Vorschlägen der Stadt Borken (Hessen) gefolgt ist. - Warum dann nicht auch dem Vorschlag einer sicheren Variante des Streckenverlaufs?

Ich bin der Auffassung, die Bürgerinnen und Bürger, die Wählerinnen und Wähler aber auch die Benutzerinnen und Benutzer des Radweges einen Anspruch auf Aufklärung haben. Jeder sollte schon ein Anliegen darin sehen, zu wissen was unsere gewählten Volksvertreter "verzapfen".

Wenn ich nicht wesentliche Aufhellung in diesen Vorgang bekomme, ist vielleicht die Initiierung einer Kleinen Anfrage im Parlament des Hessischen Landtages das richtige Mittel der Wahl?

Natürlich ändert dies zunächst nichts an den bereits geschaffenen Fakten. Es bringt aber auch niemanden wirklich weiter, in der Form zu argumentieren, dies seien Fehler der Vergangenheit und diese solle man ruhen lassen. Da bin ich völlig anderer Aufassung: "Fehler müssen aufgearbeitet werden um nicht ähnliche erneut zu machen und auf Schwamm drüber zu hoffen".

Um die geschaffenen Fakten zu entschärfen, rate ich den heute Verantwortlichen dringend, die alternativ mögliche Streckenführung, sei es auch nur als einfachen, befahrbaren Weg, trotzdem noch herzustellen. Die Radfahrer werden es Ihnen danken! Im Übrigen wäre dies nicht die erste Stelle eines Radweges im Schwalm-Eder-Kreis, die eine schlechtere, aber sichere Wegstrecke alternativ ausweist.

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Veröffentlicht am: 08.05.2017

16.05.2017

Addendum zum Beitrag "Thema: Radweg vom Badesee Stockelache nach Kerstenhausen"

Ich möchte an dieser Stelle den letzten Satz meines vorstehenden Beitrages aufgreifen und mit ein paar Aufnahmen belegen.

Es geht mir hier nur darum aufzuzeigen, dass geschaffene Fakten durchaus auch nachträglich noch (teilweise) geheilt werden können.

Im folgenden Beispiel ist die Heilung tatsächlich nur teilweise möglich gewesen, weil sich für die Überquerung der Schwalm alle Verkehrsteilnehmer eine Brücke teilen müssen. Viel vorteilhafter wäre die Heilung am Radweg Stockelache - Kerstenhausen durch die vorge-schlagene Alternativroute, da sie hier komplett möglich wäre.

Beim folgenden Beispiel handelt es sich um ein Stück des Radweges R4 zwischen Singlis und Wabern an der L 3148.

Die Google earth Aufnahme zeigt mit roter Linienführung wo die Radfahrer die L 3148 benutzen können/müssen und mit der grünen Linienführung die ausgewiesene Alternativroute. Es kann damit rd. 220 Meter nicht ganz ungefährliche Landstraßenbenutzung umfahren werden. 

Mit der aufgestellten Wegweisung wird also ganz offiziell auf die Alternativroute  hingewiesen. Mit dem Zusatz "Schlechte Wegstrecke" wird aber nicht gerade zur Benutzung der Alternativroute ermutigt. Dem fremden Radwegbenutzer erschließt sich somit nicht wirklich, dass es sich um die ungefährlichere Route handelt. Leider können Familien oder Gruppen, die mit Kindern, die im Radfahren noch nicht so geübt sind, die Vorteile für sich so nicht erkennen.

Die Alternativroute ist zwar nicht so gut wie der Radweg aus Richtung Wabern kommend vor dem Abzweig, aber trotzdem sicher befahrbar. Er unterscheidet sich nicht wesentlich von dem folgenden Teilstück des Radweges von der Schwalmbrücke nach Singlis. Paradoxerweise fehlt an diesem Teilstück aber jeglicher Hinweis darauf, dass es sich um eine schlechte Wegstrecke handelt. Letztendlich wird mit der Beschilderung doch noch für die gefährlichere Route geworben. Damit sich keiner verfährt, steht am Ende des obigen Weges ...

... noch ein Wegweiser. Damit auch niemand vergisst, dass er sich auf der schlechten Weg-strecke befindet, fehlt auch dieser Hinweis nicht.

Nach Umfahrung der "Ecke" zeigt sich der Weg auf einem kurzen Stück tatsächlich etwas "alternativ". Er ist aber gut befahrbar. Hinter der geringe Biegung im Bildhintergrund, wird der Weg das letzte Stück bis zur L 3148 wieder richtig gut .

Am anderen Ende der Alternativroute steht dieser Hinweis. Da sich die Radfahrer an dieser Stelle auf der L 3148 befinden, fällt möglicherweise die Entscheidung für die Alternativroute mit "schlecherter Wegstrecke" etwas einfacher als aus der umgekehrten Richtung. Dieses Schild ist aber relativ schlecht wahrnehmbar, da es etwas von der L 3148 zurückversetzt steht.

Fazit:
Sollten sich doch noch Entscheidungsträger - welcher Couleur auch immer - nachträglich für die Einrichtung der aufgezeigten Alternativroute für den Radweg vom Badesee Stockelache nach Kerstenhausen, gerne auch als "schlechte Wegstrecke", entscheiden, dann dürfte auch einer offiziellen Wegweisung (Beschilderung) dieser Alternativroute nach dem oben aufgezeigten Vorbild nichts im Wege stehen.


Borken (Hessen), 16.05.2017
Lutz Baumann

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Beitrag eingestellt: 16.05.2017
Beitrag korrigiert: 13.06.2017


05. Mai 2017

"Olmes-Radweg"

Was ich hier als "Olmes Radweg" bezeichne, ist lediglich ein kleines Teilstück eines Radweges. Mangels einer konkreten Zuordnung dient mir "Olmes-Radweg" als Arbeitstitel.

Wohin er genau gehört, das wissen zur Zeit vermutlich nur die Planer. Einen ausgewiesenen Radweg, der jetzt nur ausgebaut wurde, hat es an gleicher Stelle bisher nicht gegeben und in allen mir verfügbaren (Radwege)-Karten gibt es auch keinen Hinweis auf ihn.

Nun, gelegentlich kann es ja auch einmal eine neue Verbindung geben. - Sei' s drum!

Damit aber jeder nachvollziehen kann, wo der beschriebene Radweg liegt, verweise ich auf den folgenden Kartenausschnitt. Das Teilstück des Radweges habe ich rot markiert.

Es handelt sich gerade einmal um ein rd. 600 Meter langes Teilstück eines Radweges zwischen der Philipp-Reis-Straße und der Heinrich-Hertz-Straße. Die Philipp-Reis-Straße verfügt über einen Radweganschluss an die Kleinengliser Straße (L3150). (In der Karte oben nicht besonders kenntlich gemacht.) In grüner Markierung ist der Verlauf eines vorhandenen Radweges über die Kleinengliser Straße und die Albert-Einstein-Straße eingezeichnet. Bei dem gestrichelten Ende handelt  es sich um eine schmale Straße und nicht um einen separaten Radweg.

Die zweite Aufnahmen (weiter untern) zeigt den Weg in seinem ursprünglichen Zustand. Es handelte sich um einen Feldweg / Wirtschaftsweg, der einigermaßen gut zwischen Olmes Steg und Heinrich-Hertz-Straße mit dem Rad befahrbar war. Über den Olmes-Steg nach Süden hinaus schloß und schließt sich auch heute noch eine geschlossen Grasnarbe mit zwei mehr oder weniger stark ausgeprägten Spurrillen an.

Die folgenden Aufnahmen zeigen die Bauphase des neuen Radweges und den völlig heruntergekommenen Zusand des Olmes-Steges. Dessen Verkehrssicherheit war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gegeben.

Danach folgen Aufnahmen vom fertiggestellten, "prächtigen" Neubau des Radweges und dem geradezu außerirdisch aufgebretzelten alten Olmes-Steg.

Beides sehr schön, keine Frage! Alles wäre gut, wenn es nicht einige gravierende Mängel auf der Zufahrt über die Philipp-Reis-Straße zum Olmes-Steg und den neuen Radweg gäbe. Dies wird durch entsprechende Aufnahmen am Ende der Bilderserie dokumentiert.

Letzlich bedarf es auch einer Antwort auf die Frage, warum man zwei räumlich so dicht zusammenliegende Radwege mit dem gleichen Ziel angelegt und dafür auch noch einen Batzen Geld in die Hand genommen hat? (Wer hier Geld in die Hand genommen hat, ist zunächst nur zweitrangig. Meist handelt es sich ja um irgendwelche Förderprojekte die es für die Kommune nur mit Eigenbeteiligung gibt. Diese spannende Frage zu klären ....) Da auf den Radweg an der Kleinengliser Straße nicht verzichtet werden kann, wäre eine Sanierung dessen, sicher eine viel sinnvollere Alternative gewesen. Den Zustand dieses Radweges nach einem Regenguss dokumentiert eindrucksvoll die folgenden Aufnahme.

Bild 2
Zugegeben, vom Feldweg / Wirtschaftsweg an der Olmes ist auf dieser Aufnahme nur sehr wenig zu erkennen. Der Fokus lag bei dem Motiv auf den Farbtupfern des Klatschmohns. Rechts im Hintergrund ist der Olmes-Steg erkennbar. Sobald ich in meiner umfangreichen Bildersammlung eine aussagekräftigere Aufnahme finde, werde ich das Bild austauschen.

Bild 3
Die Aufnahme zeigt die Entstehungsphase des neuen Radweges. Im Hintergrund ist der völlig marode Olmes-Steg vor seinem Facelifting zu sehen. Blick vom Wendehammer der Philipp-Reis-Straße auf den Anschluss des ersten Neubauteilstückes an den Olmes-Steg an dessen Westseite.

Bild 4
Diese Aufnahme lässt erahnen, in welchem bedauernswerten Zustand sich der Olmes-Steg zu dieser Zeit befunden hat.

Bild 5
War der Zustand wirklich schon so erschreckend schlecht oder hat hier jemand einen "Belastungstest" durchgeführt, sozusagen als Impuls für das unausweichliche Facelifting des Steges?

Bild 6
Blick aus Richtung Süden vom neuen, auf der östlichen Seite der Olmes verlaufenden, Radweg. Deutlich ist die Grasnarbe des über den Olmes-Steg hinausgehenden Feldweges erkennbar. Dieser Weg verschwenkt am alten Olmesarm - im Bildhintergrund - nach links.

Bild 7
Bei der Aufnahme handelt es sich um den gleichen Aufnahmestandort, allerdings nach einer 180°-Drehung. Der Blick geht jetzt Richtung Norden.

Bild 8
Ein Stückchen weiter auf dem neuen (Rad-)Weg und ein Blick zurück in Richtung Süden. Links im Bildhintergrund ist der Silo von Raiffeisen am Bahnhof erkennbar.

Bild 9
Nach einer 180°-Drehung geht der Blick wieder nach Norden. Am Ende mündet der neue (Rad-)Weg in die Zufahrt zum Grünabfallplatz.

Bild 10
Olmes-Steg an der Philipp-Reis-Straße. Aufgenommen von Westen nach Osten.

Bild 11
Gleiches Motiv aus der entgegengesetzten Richtung aufgenommen.

Bild 12
Auch von unten macht der aufgemotzte Olmes-Steg keinen schlechten Eindruck.

Bild 13
Schöner Radweg, super Brücke und dann das! Das geht überhaupt nicht! Wer hier nicht aufpasst, den hebt es vom Rad oder das Rad ist demoliert. Die Aufnahme zeigt den Übergang vom Wendehammer der Philipp-Reis-Straße auf den Anschluss zum Olmes-Steg. Die nächsten Aufnahmen zeigen, welche Kante hier überwunden werden muss.

Bild 14
Zur Verdeutlichung der zu überwindenden Kante musst meine Kamerahülle herhalten. Sie misst in der angelegten Höhe 80 mm und fast so hoch ist auch die Kante. Die Aufnahme zeigt den linken Bereich der Auffahrt ....

Bild 15
... zeigt die gleiche Situation mehr auf der rechten Seite der Auffahrt auf den Radweg. Die Kante ist hier etwas niedriger, nämlich "nur" 30 mm, aber immer noch viel zu hoch.

Bild 16
Die Situation ist aber nicht nur an der beschriebenen Stelle so schlecht, sondern auch auf auf der entgegengesetzten Seite, an der Auffahrt zum ersten Teilstück des Radweges auf der Philipp-Reis-Straße aus der Richtung des Olmes-Steges kommend. Die Kante ist viel zu hoch. - Der "Weg" ist aber auch nicht als Geh- und Radweg ausgezeichnet.

Bild 17
Die Situation am gegenüberliegenden Ende des ersten Teilstückes unterscheidet sich nicht wesentlich von der zuvor dokumentierten Situation.

Bild 18
Der Größenvergleich zeigt es deutlich: An dieser Stelle sind rd. 80 mm zu überwinden - nicht akzeptabel!

Bild 19
Damit nichts im Dunkeln bleibt: Das Kameramäppchen weist eine Breite von
rd. 80 mm und ....

Bild 20
... eine Höhe von rd. 30 mm auf

Bild 21
Das es auch besser geht, zeigt der Übergang von Straße auf das zweite Teilstück des Radweges auf der Philpp-Reis-Straße.

Bild 22
Die gleiche Situation noch einmal im Detail. Das ist akzeptabel, wenngleich nicht einsehbar ist, dass solche Stellen heute immer noch mit einer geringen Stolperkante errichtet werden.

Bild 23
Die gleiche Situation zeigt sich auch am anderen Ende des zweiten Teilstückes.

Bild 24
Der Übergang von der Straße auf das dritte Teilstück des "Geh- und Radweges" ist sogar noch ein Stück flacher.

Bild 25
Radweg oder nicht, heißt hier die Gretchenfrage?
Weder aus dieser noch aus der anderen Richtung ist dieser "Weg" in der Philipp-Reis-Straße als Geh- und/oder Radweg gekennzeichnet. Die Aufnahme erfolgte aus Richtung Kleinengliser Straße Richtung Olmes-Steg.

Bild 26
Das Zeichen 240 StVO "Gemeinsamer Geh- und Radweg weist den Weg auf dem Mittelstreifen der Albert-Einstein-Straße am östlichen Beginn als Rad- und Gehweg richtig aus. Der Übergang von der Straße zum Geh- und Radweg ist an dieser Stelle einigermaßen niedrig gehalten.

Bild 27
Aus der umgekehrten Blickrichtung, von Westen nach Osten, erscheint mir die Beschilderung höchst merkwürdig. Nach dieser Beschilderung gehört den Fußgängern und Radfahreren ab hier die gesamte Straße? Am 20.06.2015 habe ich diese "merkwürdige" Beschilderung dem Ordnungsamt der Stadt Borken (Hessen) zur Überprüfung gemeldet. Dort ist man der Auffassung alles sei richtig und so steht die Beschilderung heute noch. (Hinweis- und Antwortschreiben als PDF-Datei ganz unten in der Tabelle)

Fazit

•  Die Stadt Borken (Hessen) verfügt ab sofort über ein phantstisches Teilstück eines Radweges (ca. 600 m) und über einen hervorragend Instand gesetzten Olmes-Steg - aber für die Radfahrer leider nur von sehr begrenztem Nutzen.

•  Der Radweg verfügte zum Zeitpunkt der Recherchen weder über eine Beschilderung noch ist er erkenntlich in ein existierendes Radwegenetz eingebunden. Auch eine Beschilderung des - zu vermutenden - Radweges auf der Philipp-Reis-Straße fehlt.

• Die Zufahrt zum Olmes-Steg aus Richtung Kleinengliser Straße über die Philipp-Reis-Straße weist erhebliche - gefährliche -  Mängel in der zurückliegenden Bauausführung auf. Die Verkehrssicherheit ist an dieser Stelle in Frage zu stellen!

Borken (Hessen), 05. Mai 2017
Lutz Baumann

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Veröffentlicht am:25.05.2017
Letzte Aktualisierung: ...

07. Mai 2017

Meine Kritik am Verwaltungshandeln der Stadt Borken (Hessen)

Vorstehendes Beispiel ist leider ziemlich typisch für Fehler die im Verantwortungbereich der Fachleute in der Stadverwaltung liegen. In der Vergangenheit (Ära Heßler) wurden die sogen. Fachleute immer wieder über allen Klee gelobt und man hörte aus dem Rathaus: "Wo gearbeitet wird, werden Fehler gemacht". - Dies kann keine Lösung sein! 

Was ist im konkreten Fall verkehrt gemacht worden – wie hätte man es besser machen können?

  1. Die Straßenbauausführungen an der Philipp-Reis-Straße sind in der Vergangenheit an verschiedenen Stellen mangelhaft ausgeführt worden. Entweder war das Pflichtenheft der Verwaltung - bereits mangelhaft und hat keine konkreten Vorgaben gemacht, oder die Abnahmekontrolle der Verwaltung hat total versagt? Denkbar ist aber auch, dass vielleicht eine noch fehlende oder sogar unterschlagene Asphaltschicht für die Stufen verantwortlich ist? Wer weiß, wer weiß! Alles ist denkbar!

All dies hatte in den vergangenen Jahrzehnten keine besonderen Auswirkungen gezeigt, da es einen ausgewiesenen Radweg dort nicht gab. Die begrenzte Anzahl Radfahrer die dort trotzdem gefahren sind, taten dies sozusagen auf eigene Verantwortung. Radfahrern blieben die Mängel mit Sicherheit nicht verborgen – aber was hätte sie reklamieren sollen, was es offiziell dort gar nicht gab.

Das neue Teilstück eines Radweges wurde dann in einer Nacht- und Nebel-Aktion erstellt. Eine Aktion, die vorher nicht angekündigt war und sicher jeden überrascht hat. Ob diese Vorgehensweise sehr klug war, sei dahingestellt. Vielleicht wollte man einer kritische Diskussion um die Notwendigkeit des Radweges an dieser Stelle aus dem Weg gehen – mit fatalen Folgen und zusätzlichen Kosten? Um sich später nicht unnötiger Kritik auszusetzen, sollte bei dieser Vorgehensweise (Nacht- und Nebel-Aktionen) aber die verwaltungsinternen Vorbereitungen umso sorgfältiger sein. Nun ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen. Wer holt es wieder raus? Wird es überhaupt herausgeholt? Wer übernimmt die Verantwortung? Übernimmt überhaupt jemand die Verantwortung?

Es gab also für Dritte keine Möglichkeit vorher einen entsprechenden Hinweis zu geben. Weiterhin hätte man stillschweigend auch Pkt. 2 voraussetzen können.

  1. Wenn man vor Beginn der Arbeiten sehenden Auges vor Ort gewesen wäre, hätte man die Mängel erkennen können – müssen!

    Zumindest der Übergang vom Wendehammer in der Philipp-Reis-Straße auf den Anschluss zum Olmes-Steg hätte passend ausgeführt werden können. Dazu hätte zuvor eine Absenkung des Bordsteines veranlasst werden müssen.- Eine dringend nötige Nachbesserung, ist durch eine einfache Absenkung des Bordsteines nun nicht mehr möglich, da der Asphalt des neuen Radweges an dem hohen Bordstein abschließt.

  2. Schaut man sich die Situation vor Ort einmal etwas genauer an, dann muss man sich fragen, warum überhaupt der Schlenker in die Zufahrt des Radweges und nicht eine gerade Verbindung von der Philipp-Reis-Straße zum Olmes-Steg verwirklicht wurde. 

Dies bietet sich vielleicht noch als nachträgliches Korrektiv an. (Absenkung der Bordsteines an der geraden Verbindung, Asphaltierung der geraden Verbindung und Beseitigung der Asphaltierung des unnötigen Schlenker

Ich bin gespannt, was passiert - ob überhaupt etwas passiert?

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Ergänzung veröffentlicht: 07.05.2017

 

16. Mai 2017 

Addendum zum Beitrag "Olmes-Radweg"

Im obigen Beitrag habe ich - mit den Aufnahmen 13 bis 15 belegt - die viel zu hohe Kante beim Übergang aus dem Wendehammer auf den Radweg kritisiert und auf eine schnelle Abhilfe gehofft.

Am Freitag, den 12.05.2017 konnte ich an anderer Stelle mit Freude feststellen, dass jemand Einsehen hatte, mit den Bedürfnissen von Rollstuhlfahrern, Radfahrern, Personen mit Kinderwagen oder Rollator.

Am Zugang zum Olmes-Bahntunnel wurde an die schwer überwindbare Kante ein "Lätzchen" aus Asphalt an gelegt. Hier war mal jemand richtig kreativ. Das verdient einen dicken 

(Daumenhoch).

Beim Anblick dieses Lätzchens (Aufnahme vom 12.05.2017) habe ich schon frohlockt, dass bei diesen Arbeiten vielleicht noch soviel Asphalt übriggeblieben ist, um den Übergang aus dem Wendehammer in der Philipp-Reis-Straße auf den Radweg auf ähnliche Weise zu entschärfen. Leider wurde ich bei einer ersten Nachprüfung enttäuscht.

Allerdings konnte ich etwas feststellen, was man an dieser Stelle des öfteren beobacheten kann: "Wildes Parken" 

Diese "Gesellen" müssen auch erst noch lernen, den Radweg zu akzeptieren. Solche Unarten kann man an anderen Stellen auch beobachten. Da es sich lohnt, dies irgendwie zu verhindern, werde ich gelegentlich auch noch andere Stellen dokumentieren.

 

Beide Aufnahmen stammmen vom 12.05.2017

Allerdings hat sich dann dort am Montag, den 15.05.2017, dann doch etwas getan. Es wurde deutlich mehr Hand angelegt, um die gefährliche Situation zu entschärfen. Das Resultat ist auf der folgenden Aufnahme zu sehen. Erkennbar ist ein "chirurgischer" Eingriff der besonderen Art. Auch wenn dies im Grunde nur "Stückwerk" ist, welches vermeidbar gewesen wäre, ist die Gefahrenstellen damit entschärft und hat die Verwaltung Handlungsfähigkeit bewiesen. Deshalb verdient auch dies einen Daumenhoch.

Der Asphalt war quasi noch warm, als ich an diese Stelle kam. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wie mit den anderen "Sprungschanzen" verfahren wird, die ich im obigen Beitrag auch angeführt habe. Die nächste liegt auf dem Bild schräg gegenüber, dort wo der Anhänger abgestellt ist. Hier vorne hat man die Nachbesserung vielleicht noch Hessen-Mobil auf's Auge drücken können und wie geht es weiter?

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Aufnahme vom 26.05.2017

Heute wurde wenigstens etwas Abstand von der Auffahrt zum Radweg gehalten.

Auffnahme (oben und unten) vom 28.05.2017

Zur Abwechslung waren an diesem Wochenende beide Zufahrten zum Radweg verstellt. Wann wird hier gehandelt?

 

Aufnahme vom 13.06.2017

Beitrag eingestellt: 16.05.2017
Beitrag ergänzt: 13.06.2017


08. April 2017

Radweg vom Badesee Stockelache nach Kerstenhausen

Ich war versucht, die Überschrift mit dem Zusatz "neuer" Radweg vom Badesee Stocklache nach Kerstenhausen zu schreiben. Um aber bei Ortsunkundigen keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass es bisher keinen "alten" Radweg zwischen diesen beiden Orten gegeben hat, habe ich bewusst auf "neuer" in der Überschrift verzichtet, obwohl die Verbindung erstmalig hergestellt und somit auch neu ist.

Mir ist wichtig festzustellen, dass zwischen den oben angeführten Orten tatsächlich bisher keine Verbindung über einen Radweg existierte, weil dies nicht nur die Trägheit der Verantwortlichen sondern auch deren beschränkte Weitsicht - weitab von zukunftsbestimmenden Visionen - und eine fehlende wirksame Lobby für die Radfahrer offenbart. Radfahrer wurden und werden auch heute noch weitgehend als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer aus dem Bewusstsein der Verantwortlichen ausgeblendet und nur sehr stiefmütterlich berücksichtigt. Nach einer Aussage des amtierenden Landrates des Schwalm-Eder-Kreises, im Vorfeld der Landratswahl, gibt es im Schwalm-Eder-Kreis ein hervorragendes Radwegenetz. Eine solche Aussage ist nichts wert, da sie die wirklich üblen Radwege völlig ausblendet. Es gibt ausgewiesene Radwegeverbindungen, die den Namen Radweg überhaupt nicht verdienen. Ich empfehle dem Landrat einmal den Radweg von Borken-Kleinenglis nach Fritzlar in der Gemarkung Fritzlar (ab der Straße zum Standort-Schießplatz an der Kimm-Kiesgrube vorbei nach Fritzlar) zu fahren. Das ist keine Verbindung, die ein Radfahrer wirklich ein zweites Mal fahren möchte. Radtouristen werden von solchen Radwegen abgeschreckt, sicher nicht wiederkommen und auch in ihrem persönlichen Umfeld von unserer Radwegesituation nicht gerade schwärmen.

Mindestens 20 Jahre ist die Radwegeverbindung zwischen dem Badesee Stockelache und Kerstenhausen im Gespräch und hätte vorausschauend eigentlich unmittelbar mit der Inbetriebnahme des Badesees Stockelache (in den 1980-er Jahren) verfügbar sein müssen. Dies macht sehr deutlich, dass seitens der Stadt Borken (Hessen) offensichtlich kein definiertes Konzept mit festen Meilensteinen für die Entwicklung des (Fahrrad)-Tourismus existiert. Grund hierfür wird neben anderen Ursachen die anhaltend desaströse Wirtschaftslage der Stadt Borken (Hessen) sein, die proaktives Agieren nicht zulässt  Die Stadt muss viele Dinge einfach auf sich zukommen lassen und ist anstelle des Agierens nur zum Reagieren fähig - und selbst damit schon häufig überfordert. (Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die erkennbare Konzeptlosigkeit den öffentlichen Personennahverkehr betreffend und der fehlenden zukunftsfähigen Entwicklung der Bahnstation Borken (Hessen).)  Über 30 Jahre SPD-Alleinherrschaft hat deutliche Spuren hinterlassen.

Ohne Geld in die Hand nehmen zu müssen, hätte hier unermüdliches insistieren seitens der Stadt Borken (Hessen) bei der Hessischen Landeregierung und ggf. eine „gnadenlose“ Thematisierung der unerträglichen Hängepartie in der Öffentlichkeit die Verwirklichung des Radweges vielleicht etwas schneller vorwärts gebracht? Eine Resolution zu Beginn einer Legislaturperiode (Wahlperiode), wie z.B. im März 2011 (!) verfasst und eingereicht, ist einfach zu wenig und kann bestenfalls als Alibihandlung gewertet werden. Solche Anliegen müssen, wenn man sie ernst nimmt, zur Chefsache erklärt werden, weil es sich um die ureigensten Interessen der Stadt zu deren Entwicklung handelt. Es soll anerkennend nicht verschwiegen werden, dass – zwar halbherziges - Engagement seitens der Stadt wenigstens dazu geführt hat, dass diese Radwegeverbindung nun endlich vor ihrer Freigabe steht. Von der ursprünglich von Hessen Mobil geplanten, parallel zur Straße verlaufenden, Linienführung des Radweges auch auf der östlichen Seite der A49, die (angeblich) auf Grund des unkooperativen Verhaltens einzelner Landwirte nicht realisierbar war, wurde auf „Vermittlung“ der Stadt abgewichen und der Radweg entlang des Areals des Badesees Stockelache verlegt. Ich bezeichne das Engagement der Stadt als halbherzig, weil eine noch viel bessere Lösung möglich gewesen wäre. Dazu aber weiter unten in meinen in meinen Ausführungen etwas mehr.

Die Politik wird sich bei der Einweihung des Radweges kräftig in Szene setzen und sich feiern lassen. Das eigentliche Desaster, die ewig lange Hängepartie und die offensichtliche Fehlplanung, wird aber mit keinem Wort erwähnt werden, weil es aus ihrer, mögicherweise vorhandenen Einsicht zwar spät ist - unendlich lange gedauert hat - aber ein Zuspät es in ihren Augen nicht gibt. Ein Zuspät erkennt der "erfolgreiche" Politiker immer erst an seiner Abwahl - respektive an seiner verlorenen Wiederwahl.

Wenn die Politik also am 07. Mai 2017 die Einweihung des Radweges feiert, gibt es im Grunde gar nichts zu feiern. Zumal der jetzige Verlauf des Radweges die deutlich schlechtere Lösung ist. Es hätte eine zweifach bessere Alternative gegeben:

Erstens kann ein Radweg in unmittelbare Nähe einer vielbefahrenen Bundesstraße kein erholsamer Radweg sein, weil das Vorbeirasen des motorisierten Verkehrs außerordentlich nervig ist. Für eine reine Zweckverbindung mag dies ja gerade noch hinnehmbar zu sein. Der eigentliche Radtourismus findet aber abseits der Autopisten statt. Diese Radwege dürfen dann auch mal einen Schlenker mehr haben und deutlich von der kürzesten Verbindung abweichen. Nicht ohne Grund werden z.B. der Rotkäppchen-Bahnradweg zwischen Treysa und Bad Hersfeld oder der Bahnradweg Korbach - Buhlen (Edersee-Bahnradweg) überdurchschnittlich gut von Radlern angenommen. Hierhin kommen Radtouristen gern ein zweites oder drittes Mal.

Zweitens beinhaltet die Lösung mit der Querung der A49 Autobahnauf- und abfahrt und der - hoffentlich bis zum offiziellen Eröffnungtermin installierten - Ampelsicherung eine potentielle Gefährdung, weil sie eine Sicherheit suggeriert, die schlimmstenfalls nicht gegeben ist.

Im Folgenden habe ich anhand einiger Fotos dokumentiert, dass es zumindest zur der unsäglichen Querung  der Autobahnauf- und abfahrt eine, landschaftlich geradezu reizvolle Alternative gegeben hätte. Weg von der vielbefahrenen Bundesstraße, hin an das Ufer der sich dahin schlängelnden Schwalm. 

Karte 1 - Der Verlauf des Radweges von der Stockelache nach Kerstenhausen ist "blau" in die Karte eingezeichnet. Das Bild endet auf der linken Seite kurz vor der Tankstelle in Kerstenhausen.

Karte 2 - Zusätzlich zum tatsächlichen Verlauf des Radweges (mit blauer Linienführung) wurde ein alternativer Verlauf (mit roter Linienführung) in die Karte eingezeichnet. Die schwarze Linie symbolisiert die Umzäunung des Areals der Stockelache die von links nach rechts (so eingezeichnet) um ca. drei Meter hätte versetzt werden müssen, damit das Gelände des Badesees vom Radweg abgegrenzt bleibt. Das z.Zt. am Ende der Strecke 12 befindliche Tor hätte auf die Position zwischen 10 und 11 versetzt werden müssen – fertig.

Die Pfeile und deren Nummerierung zeigen den ungefähren Fotostandort und geben die jeweilige Aufnahmerichtung an.

Der "rote Teppich" auf den folgenden Bildern stellt den fiktiven Trassenverlauf der alternative Route dar.

Der augenblickliche Zustande der dokumentierten Wegstrecke wechselt von Feldweg / Wirtschaftsweg (eben) über Feldweg / Wirtschaftsweg mit ebenen Fahrspuren und Grasnarbe in der Mitte bis hin zu mehr oder weniger geschlossener Grasnabe mit erkennbaren Fahrspuren (zu einem Jägerstand etwa am Aufnahmestandort des Bildes 3) zum Zeitpunkt meiner Aufnahmen. Vom Abzweig an der Straße bis zum Fotostandpunkt 1 handelt es sich erkennbar um einen "normalen" Feldweg / Wirtschaftesweg. Auf dem weiteren Verlauf bis zur Unterquerung der Autobahn macht der "Weg" aufgrund der erkennbaren Fahrspuren einen vom Privatbesitz abgegrenzten Eindruck. Es handelt sich möglicherweise um einem dem Gewässer (Schwalm) zuzuordnenden Geländestreifen.

Während des Verlaufs des alternativen Radweges an der Schwalm entlang, verläuft deren Flussbett sehr tief, so dass es bei Hochwasser an keiner Stelle zu einer Überflutung eines möglichen Weges hätte kommen können.

Bild 1 - Deutlich ist der zumindest bis hierher führende Feldweg erkennbar. Fahrspuren sind auch darüber hinaus noch erkennbar. Die Grasnarbe ist aber mehr oder weniger geschlossen.

Interessant erscheint in diesem Zusammenhang ein Blick auf die Karte von OpenStreetMap in der dieser Geländestreifen farblich deutlich abgesetzt wiedergegeben wird. Unter STADTPLAN.NET ist sogar explizit ein Weg von der Straße bis zur Autobahnbrücke über die Schwalm verzeichnet. (Siehe Kartenausschnitte am Ende der Ausführungen.)

Was also hätte diesem alternativen Streckenverlauf auf diesem Teilstück des Radweges im Wege stehen sollen. Wenn ich jetzt wieder auf das leere Stadtsäckel verweise, wiederhole ich mich. Man hat scheinbar gezwungenermaßen die gefährlichere, weniger schöne und sicher auch nicht preiswertere, von Hessenmobil (der Landesregierung) finanzierte, Variante seitens der Stadt Borken (Hessen) durchgewunken.

Einfach nur kurzsichtiges politisches Handeln? 

Bild 2 - Nach einem Richtungswechsel von Süd nach Ost ist im Hintergund ein Jägersitz erkennbar. Das folgende Bild wurde kurz hinter diesem Jägersitz aufgenommen.

 

Bild 3 - Auch in diesem Bereich sind unter dem "roten Teppich" deutliche Fahrspuren erkennbar.

Bild 4 - Erneut liegt voraus wieder ein geringer Richtungswechsel vor. Die Schwalm macht einen kleinen Schlenker nach rechts.

Bild 5 - Die Richtungsänderungen sind in der Realität nicht sehr stark ausgeprägt. Die Darstellung mit dem "roten Teppich" stellt die Verhältnisse stark übertrieben dar.

Die Aufnahme (oben) ist nicht in der Karte 2 (weiter vorne) verzeichnet. Sie zeigt, wie sich die (Platz)-Situation unmittelbar unter der Autobahnbrücke darstellt. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass hier ein Radweg aus Platzgründen nicht möglich wäre.Hier hätten locker zwei Radwege von dem verwicklichten Profil Platz gefunden. - Der Aufnahmestandort befindet sich etwa am Ende des "roten Teppichs" der vorausgegangenen Aufnahme (Bild 5). 

Bild 6 - Der Aufnahmestandort befindet sich auf der östlichen Seite der Unterquerung der Autobahnbrücke über die Schwalm. Der "rote Teppich" endet auf dieser Aufnahme unmittelbar am Zaun zum Gelände des Badesees Stockelache. Der auf der linken Bildseite erkennbare Zaun begrenzt den Böschungsbereich der Autobahn. Aufgenommen wurde hier lediglich ein vorhandner Trampelpfad. Die tatsächlich vorhandene Fläche ist "riesig". 

Bild 7 - Dieses Bild läuft sozusagen außer Konkurrenz zur Beschreibung des alternativen Verlaufs des Radweges. Es soll nur zeigen, dass es mir auf Grund des fehlenden Zaunes sogar möglich war, meine Aufnahmen auf dem Gelände des Badesees Stockelache fortzusetzen. An diese Stelle bin ich das erst Mal vom Rad gestiegen und habe es um den Zaun herum geschoben. Alles andere war bis hierhin leidlich gut befahrbar. Wie es auf der anderen Seite des Zaunes weitergeht zeigen die Bilder 10, 11 und 12.

Bild 8 - Die Aufnahme zeigt einen Blick zurück. Die Aufnahme erfolgte von der Ostseite der Autobahnbrücke über die Schwalm und zeigt den Bereich ihrer Unterquerung. Hier hätte es mehr als ausreichenden Platz für einen Radweg gegeben. 

Bild 9 - Die folgende Aufnahme zeigt einen weiteren Blick zurück und zeigt nochmals den alternativen Verlauf des Radweges. Der Aufnahmestandort befindet sich etwa am Ende des "roten Teppichs" von Bild 8. 

Bild 10 - Die Aufnahme zeigt, dass auch auf dem Gelände des Badesees Stockelache ein Weg vorhanden ist, auf der man einen Radweg hätte anlegen können.

Bild 11 - Hier macht der Weg auf dem Gelände des Badesees Stockelache noch einen letzten Schlenker um dann am Ende des "roten Teppichs" völlig gerade bis zum Anschuss an die angelegte Strecken zu verlaufen. 

Bild 12 - Die Aufnahme zeigt die letzte Etappe des alternativen Streckenverlaufs auf einem Weg auf dem Gelände des Badesees Stockelache. Zur Orientierung: Der Blick geht gegen Norden und links befindet sich die östliche Böschung der A 49 zwischen Schwalmbücke und Straßenbrücke.

Wäre es zu einer Nutzung, dem Ausbau, dieses Weges gekommen, hätte man lediglich den Zaun von der linken Seite des Wegs auf die rechte Seite versetzen müssen. Ein am Ende des "roten Teppichs" befindliches Tor hätte in den Bereich zwischen Aufnahmestandort 10 und 11 versetzt werden müssen. Alles in allem, ein überschaubarer und vor allem gerechtfertigter Aufwand.

Weil ich bei meiner Erkundungstour nicht nur überraschend gut mit dem Fahrrad herumgekommen bin, sondern auch überaus reichlich Platz für einen Radweg vorgefunden habe, habe ich meine Recherchen auf weiteres Kartenmaterial ausgeweitet. Wie die folgenden Kartenausschnitte zeigen, spricht das Ergebnis eine deutliche Sprache und belegen meine Vermutung, dass dieser alternative Verlauf des Radweges möglich gewesen wäre.

 

Der Kartenausschnitt aus OpenStreetMap (oben) zeigt das in Frage stehende Gelände an der Schwalm. Der Uferbereich ist farblich deutlich abgesetzt von der angrenzenden landwirtschaftlichen Fläche dargestellt.

Die bisherigen Recherchen haben mich veranlasst, dem Sachverhalt in weiteren Quellen noch genauer nachzugehen. Das Resultat ist dann doch einigermaßen überraschend: Es gibt tatsächlich einen ausgewiesenen Weg vom Abzweig an der B 3 bis hin zur Unterquerung der Autobahnbrücke über die Schwalm. (Siehe die folgenden Nachweise)

 

Die Abbildung oben von STADTPLAN.NET lässt im Grunde gar keine Zweifel aufkommen, dass es in dem in Frage stehenden Bereich bereits einen Weg gibt, weil er in diesem Plan explizit verzeichnet ist. Dies hätte auch alle Verhandlungen über Landabtretungen mit Landwirten in diesem Bereich überflüssig gemacht.

Selbst eine Aufnahme von Google earth (oben) lässt den zuvor beschriebenen Weg noch einigermaßen gut erkennen.

Damit bedarf es keiner weiteren Belege für die Existenz dieses Weges.

Das Bild weist zusätzlich noch einmal auf den potentiellen Gefahrenbereich - selbst bei einer installierten Ampelanlage - hin. Ohne Ampelanlage würde es sich um ein völliges No-Go handeln. Vier Wochen vor der geplanten Eröffnung weist noch nichts darauf hin, dass tatsächlich eine Ampelsicherung errichtet wird!

Dieser Gefahrenpunkt war im Wesentlichen Anlass meiner Recherche. Wie sich schließlich herausstellt, wäre er durchaus vermeidbar gewesen. Der Aufwand. der an dieser Gefahrenstelle in die Sicherung der Radfahrer investiert werden muss, wäre besser in die reizvolle alternative Route investiert worden.

Es wäre sogar hinnehmbar gewesen, wenn der alternative Streckenverlauf anstelle der optimalen Asphaltausführung in einem ordentlichen, befestigten, ebenen Weg aus Kalkschotter o.ä. Material ausgeführt worden wäre.

Auch die Investitionen in den ziemlich überflüssigen Radweg zwischen Olmes-Steg (an der Philipp-Reis-Straße) und dem Grünabfallplatz (am östlichen Ufer der Olmes) in aufwendiger Asphaltausführung wären besser in den Ausbau der alternativen Route des Radweges zwischen dem Badesee Stockelache und Kerstenhausen oder in eine Erneuerung der Buckelpiste an der Kleinengliser Straße zwischen Ecke Gombether Straße und der Ecke Carl-Benz-Straße (und noch ein Stück darüber hinaus) investiert worden.

 

Die oben stehenden Lesermeinungen aus der HNA vom 03.09.2016 und 23.08.2016 belegen, dass ich mit meiner kritischen Haltung gegenüber der inzwischen verwirklichten Planung der Radwegeverbindung zwischen dem Badesee Stockelache und Kerstenhausen weder ein Alleinstellungsmerkmal für mich in Anspruch nehmen kann (und auch nicht will) noch ein solches mir von dritter Seite zugewiesen werden kann.

Es ist für den Laien aus der Sachlage heraus nicht nachvollziehbar, warum die Planung keine bessere Lösung zuließ. In vielen Gespächen mit x-beliebigen Personen wurde mir immer wieder Unverständnis bestätigt und die Gespäche von verständnislosem Kopfschütteln begleitet. Das "Bauchgefühl" meiner Gesprächspartner sagte ihnen einfach: Hier hätte es eine bessere Lösung geben müssen. - Und wie mein Nachweis zeigt, hat ihnen ihr Bauchgefühl Recht gegeben.

Eine tolle Chance wurde vertan. Es ist nicht damit zu rechnen, dass bei den Verantworlichen nachdem nun Fakten geschaffen wurden, noch ein Umdenken oder gar Nachbessern erfolgt, Viel zu sehr fürchtet man sich, dass bei einer Korrektur der Fehlplanung die zusätzlichen Ausgaben im "Hammer der Woche" zu neuer Kritik, gar Hohn und Spott, führen könnte. Wie sagt man so schön: Ein Fehler ist erst dann ein richtiger Fehler, wenn man auf ihm beharrt. Getragen von dem Prinzip Hoffnung - Hoffnung darauf, dass es nicht gleich in der ersten Fahrradsaison zu einem Unfall kommt. Zu einem Gegensteuern wird es vielleicht kommen, wenn die erste Person zu Schaden gekommen ist?

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Veröffentlicht am:08.04.2017
Letzte Aktualisierung:09.04.2017

18.05.2017

Erster Nachtrag zum Beitrag: "Radweg vom Badesee Stockelache nach Kerstenhausen

Die Gemüter haben sich auch heute noch nicht beruhigt. Aus vielen Gesprächen geht nur Unverständnis für die Planung des Radweges unter Querung der Autobahnauf-/abfahrt hervor.

Sicher gibt es viele solche Stellen in Hessen und noch vielmehr in der gesamten Bundesrepublik mit einem ähnlichen Gerährdungspotential, wie es nun auch hier verwirklicht wurde. Allerdings, so unterstelle ich, mit einem gravierenden Unterschied. Vorstellbar sind örtliche Gegebenheiten, die gar keine andere Lösung zulassen, weil keine Alternativen vorhanden sind. Die Querung unseres Radweges mit der Autobahnauf- und -abfahrt wäre aber verzichtbar gewesen, da es dafür eine bessere Alternative gegeben hätte.

Der am 07.05.2017 durchgeführte Radlertag hat nochmals eine Lesermeinung in der HNA hervorgebracht: 

Eine letzte Inaugenscheinnahme der Querung des Radweges mit der Autobahnab-/auffahrt am 17.5.2017 ... 

.. zeigte noch keinerlei Aktivitäten zur Errichtung der Ampelanlage. Mich würde es nicht wundern, wenn dies in der laufenden Radfahrsaison gar nichts mehr wird. Schließlich müssen Fundamente gesetzt, Masten aufgestellt, Lichtsignale installiert, ein Steuerschrank aufgestellte, Kabel verlegt und alles noch angeschlossen und letztendlich auch neue Fahrbahnmarkierungen aufgetragen werden. Zuvor ist aber auch noch ein kluger Plan nötig, wie der Verkehr durch die Signalanlagen geregelt werden soll bzw. muss.  - Vielleicht ist die neuerliche Zeitverzögerung ja gar nicht so schlecht? Jeder Tag mehr bietet doch noch die Möglichkeit, um zu einer anderen Lösung zu kommen?

Da mich das schlechte Ergebnis der Planung weiterhin umtreibt und ich immer noch nach einer Erklärung dafür suche, bin ich nach weiteren Recherchen zu folgender Überlegung gekommen:

Die Planer des Radweges sind möglicherweise zum Oper ihrer unendlich lange andauernden Umsetzung ihrer Planung geworden? Die Planung könnte schon seit langer Zeit abgeschlossen gewesen sein und es fehlte nur die Umsetzung? Als dann schließlich die Verwirklichung anstand, hat man einfach die alten Pläne aus der Schublade geholt und blinden Aktionismus walten lassen. Ob sich die Faktenlage, als Grundlage der ursprünglichen Planung, in der Zwischenzeit geändert haben könnte, hat dann schließlich auch niemanden mehr interessiert?

Bei meinen Recherchen bin ich auf Gewässerkarten gestoßen, die Teilflächen der aufge-zeigten Alternativroute als Retentionsfläche für die Schwalm ausweisen. Allerdings, um dort heute, die Betonung liegt auf heute, noch Wasser der Schwalm hinzubekommen, bedarf es mindestens eines Jahrhunderthochwassers von einem solchen Ausmaß, dass die Schwalm bis in den Badesee Stockelache schwappen lassen würde.

In den letzen 25 Jahren ist dermaßen viel für den Hochwasserschutz getan worden, dass es die früher üblichen Überflutungen nicht mehr gibt. Ich erinere an die früher häufig auftretenden Überflutungen in Gombeth. Ich kann mich an ein Hochwasser aus den 1950er Jahren erinnern, da war die (alte) Kleinengliser Straße bis zur heutigen Einmündung zum Gelände des Alten Kraftwerks, überflutet. Es handelt sich um Überflutungen deren Ausmaße längst der Vergangenheit angehören.

Mir sind an der in Frage stehenden Stelle keine Überflutungen aus den letzten 16 Jahren bekannt. Wie auf meinen Aufnahmen zu sehen ist, steht ein Jägersitz am Uferrand und Silageballen sind dort auch gelagert. Beides hätte man wahrscheinlich dort nicht errichtet bzw. abgelagert, wenn man jederzeit mit einer Überflutung rechnen müsste?

Es wäre wirklich fatal, wenn dies der ausschlaggebende Hintergrund für den jetzt hergestellten Verlauf des Radweges war und dieser von niemanden mehr kritisch hinterfragt worden ist. Dass möglicherweise eine mehr als 10 Jahre alte Planung in Teilen Makulatur sein könnte, darauf hätten "Fachleute" kommen können. Eine Überprüfung der ursprünglichen "Fakten" hätte aus der Borkener Stadtverwaltung heraus erfolgen müssen, weil nur dort - auf Grund mangelnder Kommunikation nach außen - die einschlägigen Entscheidungsgrundlagen bekannt sein konnten. Hat man die Chance auf eine Korrektur ungenutzt vergeigt?

Es fallen immer wider Schatten auf die Arbeitsweise von Teilen der Verwaltung unter der Ära Heßler. Das eigentlich erforderliche Engamgement der "Fachleute" in der Sache ist oft nicht erkennbar. Dies setzt natürlich voraus, dass zunächst ein politischer Wille definiert wurde. Aber allein darauf können sich die Fachleute auch nicht zurückziehen, weil ihnen eine angemessene Beratungspflicht der politischen Führung obliegt. Wirklich guten Argumenten kann sich doch keiner verschließen? In diesem Hause hat möglicherweise lange Zeit ein "merkwürdiger" Führungsstil existiert?

Es wäre sicherlich nicht schwierig gewesen herauszufinden, ob und vor allem wann das letzte Mal der Bereich der alternativen Radwegroute von der Schwalm überflutet war. Papier ist bekanntlich geduldig. Auf ihm kann auch eine nur hypothetisch mögliche Überflutungsfläche, Retentionsfläche, ausgewiesen sein.So etwas grundsätzlich zu hinterfragen setze ich, beim Finden, der für die Stadt bestmögliche Lösung, bei einer Verwaltung voraus.

Aber, bis hierhin bleibt alles Spekulation, weil ja bisher aus dem Rathaus jegliche Mitteilung darüber fehlt, dass dies den unterstellten Sachverhalt tatsächlich trifft.

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Nachtrag veröffentlicht am: 18.05.2017

11.06.2017

Es gibt wieder Neues vom Radweg vom Badesee Stockelache nach Kestenhausen zu berichten. Am gestrigen Samstag wurden die Fahrbahnmarkierungen für den Radweg im Kreuzungsbereich mit der Autobahnauf- und -abfahrt auf die Fahrbahn aufgebracht. Als einziger "Lichtblick" erscheint hier, die deutliche farbliche Abhebung, die den Verlauf des Radweges in diesem Bereich signalisiert. Die Kreuzung des Radweges mit der K - Arnsbach- Kerstenhausen - wurde in gleicher Weise markriert.

Die Sockel der Ampelmasten sind im Kreuzungsbereich mit der Autobahnauf- und -abfahrt inzwischen auch montiert. Die Peitschenmasten und die Ampeln sind noch nicht montiert. Ein Schaltschrank ist im Bau. Kabel scheinen in Leerrohren bereits verlegt zu sein.

Die Autobahnabfahrt ist bereits mit neuen Stoppschildern und dem Hinweis auf den kreuzenden Radverkehr beschildert. Beachtet wird diese neue Beschilderung aber von den Autofahrern überhaupt nicht. (Auch in der Vergangenheit haben die wenigsten rechts abbiegenden Autofahrer dort angehalten!) Es wird von oben kommend förmlich bis zur Sichtlinie "durchgerauscht" und wenn es der Verkehr auf der Bundesstraße zulässt auch ohne Halt weitergefahren. Zum Zeitpunkt meiner Anwesenheit vor Ort war der von der Autobahn kommende (Sonntags-)Verkehr ausgesprochen rege. Dabei konnte ich nicht ein einziges Fahrzeug feststellen, welches an der Haltelinie gestoppt hat und dann weiter bis zur Sichtlinie vorgefahren ist. Insbesondere die von der Autobahn kommenden Rechtsabbieger fahren mit Tempo und ohne Halt in die Bundesstraße ein. Sie haben ausgezeichnete Sichtverhältnisse nach links. Was möglicherweise von rechts auf dem Radweg kommt, interessiert scheinbar nicht und der Blick ist zudem auch noch durch Buschwerk bis auf die letzen verstellt. Das Einfahren in diesen Bereich ist für Radfahrer derzeit ein reines Glücksspiel - der Radfahrer sieht nichts und der Autofahrer sieht auch nichts. Wenn der Autofahrer dann auch noch nach links schaut um mit Tempo eine Lücke im fließenden Verkehr zu erwischen, dann .....

Die Beschilderung für die Autofahrer ist eindeutig. Für sie ist nicht erkennbar, dass der Radweg noch nicht freigegeben ist. Für Radfahrer und ggf. Fussgänger, die diesen Weg bereits (verbotenerweise) benutzen, ist die Stelle höllisch gefährlich.

Wenn die Signalanlage nicht sehr schnell funktionsfähig ist und noch viele Tage mit gutem Wetter kommen, wird es dort noch vor der Freigabe des Radweges zum ersten Unfall kommen.

Im derzeitigen Zustand hinterlässt die Baustelle keinen besonders gut organisierten Eindruck.

Bild 1
Zukünftiger Ampelmast und Haltelinie bereits erkennbar.

Bild 2
Hat an dieser Absprerrung jemand unbefugt Hand angelegt? In diesem Zustand gibt sie den Radweg frei und sperrt ihn nicht ab.

Bild 3
Ein Schaltkasten wird errichtet und eine Kabelschacht ist geöffnet.

Bild 4
Farblich hebt sich der Radweg gut von seinem Umfeld ab. Der Blick geht nach Kerstenhausen.

Bild 5
Gleiches Motiv von der gegenüberliegenden Seite aufgenommen..

Bild 6
Stoppschild mit Zusatzschild für den kreuzenden Radverkehr für die Rechtsabbieger. Auf die gleiche Höhe - auf die Mittelinsel - gehört auch das Stoppschild für die Linksabbieger . Die Haltelinie ist unter dem Fahrzeug erkennbar.

Bild 7
Stoppschild für die Linksabbieger. Die Beschilderung ist scheinbar noch im Werden. Anders erklärt sich nicht, warum dieses Stoppschild hinter(!) der Haltelinie steht (vgl. vorherige Aufnahme) und das Zusatzschild für den kreuzenden Radverkehr sinnigerweise(?) an einem anderen Mast hängt. Auch das Verbotsschild im Hintergrund steht nicht auf dem richtigen Platz. Hier fehlt noch das Feintuning.

Bild 8
Kreuzung des Radweges mit der K 73 bei Kerstenhausen.

 

Nachtrag veröffentlicht am: 11.06.2017

13.06.2017

Die Montage der Ampeln ist in vollem Gange. Am morgigen Mittwoch soll die Ampelanlage in Betrieb gehen. Vor Ort konnte ich erfahren, dass es im laufe des Tages bereits zwei Beinaheunfälle zwischen Kraftfahrzeugen gegeben hat. Auch wurde mir meine Beobachtung, dass an den Stoppschildern häufig nicht angehalten, völlig unabhängig bestätigt. Der von der Autobahn abfahrende Verkehr ist nicht "zimperlich" beim Befahren der Bundesstraße. Die Vorfahrt wird gelegentlich erzwungen. Weiterhin konnte ich erfahren, dass ab 16:00 Uhr der von der Autobahn kommende Verkehr "höllisch" sei - da ist der Teufel los. Schon allein aus dieser Sicht scheint die zukünftige Ampelsicherung sinnvoll zu sein. Für den zusätzlichen Radverkehr ist sie unverzichtbar.

Der Kraftfahrzeugverkehr über die Kreuzung wird ab morgen ständig geregelt werden. Radfahrer müssen sich aber manuell ihr Grün anfordern. Die Ampel wird eine intelligente Steuerung haben, d.h. sie wird nach Verkehrsaufkommen geregelt. Damit der von der Autobahn kommende Verkehr sich nicht bis in den Kurvenbereich zurückstaut, gibt es eine Induktionsschleife in diesem Bereich, um das Verkehrsaufkommen registrieren zu können und ggf. dieser Spur bevorzugt Grün einzuräumen. Wie diese Regelung dann zusammen mit Radwegsteuerung einen Rückstau verhindern kann, weiß ich nicht. Ich habe nicht danach gefragt.

 

Nachtrag veröffentlicht am: 13.06.2017

14.06.2017

Heute wurde die Ampelanlage in Betrieb genommen. Zwei Vertreter der Stadtverwaltung waren zur Abnahme vor Ort.

Das Feintuning an der Software hat sich noch über den Tag hingezogen. Über Sensoren wird das Fahrzeugaufkommen nun auf den verschiedenen Fahrspuren ständig ermittelt und darüber die komplette Signalanlage gesteuert.

Auf das Grün für den Radweg, muss man nach der Anforderung etwas Geduld mitbringen. Die Ampelschaltung ist naturgemäß etwas komplizierter als die der Fußgängerampel am Parkplatz des Badesees Stockelache. Diese Ampel reagiert bei der ersten Grünanforderung sehr rasch. (Wird unmittelbar darauf eine weitere Grünphase angefordert, wartet man auf diese auch länger.) Wie es aussieht, wird zunächst immer erst der von der Autobahn abfließende Verkehr bedient. Danach erhält der Radweg und die beiden Richtungsfahrbahnen der Bundesstraße "Grün".

Von einem Mitarbeiter von Hessen-Mobil wurden mir Kosten von ca. 80.000,00 EUR für die Signalanlage genannt. Die rechtliche Seite verpflichtet zu drei Wartungen pro Jahr.  Er äußerte zudem Unverständnis darüber, warum der Radwegverlauf nicht unter der Autobahnbrücke hindurch realisiert wurde. Genau so, wie ich ihn in meinem Beitrag weiter oben beschrieben habe. Da war ich dann doch einigermaßen perplex, dies von ihm zu hören. Ohne, dass ich diesen Sachverhalt überhaupt angesprochen hatte, offenbarte er - für mich völlig überraschend - Kenntnisse von den Örtlichkeiten, die einen alternativen Verlauf des Radweges zugelassen hätten? Damit hat er aus meiner Sicht den "Schwarzen Peter" für die "Fehlplanung" wieder an die Verwaltung der Stadt Borken (Hessen) zurückgegeben, die in der Vergangenheit immer emsig bemüht war, diesen Hessen-Mobil unterzuschieben. Inzwischen glaube ich, dass man im Rathaus die Bedeutung, die dieser Radweg einmal haben könnte, seinerzeit einfach nicht erkannt hat.

Die Sperrungen für die Radfahrer waren ab dem Nachmittag beseitigt, Es soll aber noch eine offizielle Eröffnung geben.


Nachtrag veröffentlicht am: 14.06.2017

21.06.2017

Baustelle abgenommen und doch nicht fertig?

Vor einer Woche - Mittwoch, den 14.06.2107 - war, nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Ampelanlage, die Abnahme der Baustelle des Radweges. Wie man auf der Aufnahme sieht wurde an einer Stelle improvisiert. Das Stoppschild wurde mit Klebeband und Kabelbindern am Pfeil für die Umfahrung der Verkehrsinsel befestigt. So weit zur Improvisation.

Viel interessanter ist allerdings, dass das Stoppschild an der falschen Stelle steht und das Zusatzschild für den beiderseits kreuzenden Radverkehr nicht direkt unter dem Stoppschild sondern an einem anderen Pfahl angebracht wurde. Das Stoppschild gehört vor die Haltelinie, etwa an die Position des kleinen blauen Quadrats auf der Aufnahme. Auf diesen "Mangel" hatte ich am Abnahmetag einem Mitarbeiter von Hessenmobil angesprochen, der mir versicherte, dass dies noch korrigiert wird. Mit der Veröffentlichung habe ich deshalb bewusst abgewartet um nicht einen Sachverhalt zu kritisieren, der am nächsten Tag bereits abgestellt ist. - Inzwischen ist eine Woche vergangen und das Improvisatorium besteht immer noch.

Diese Aufnahme zeigt noch einmal den richtigen Aufstellungsort des Stoppschildes, etwa parallel zu dem richtig positionierten Stoppschild für die Rechtsabbieger. 

21.06.2017

Der neue Radweg vom Badesee Stockelache endet an der K 73 in einer verkehrsrechtlichen und unfallträchtigen Unbestimmtheit. An dieser Stelle scheinen den Planern völlig die Ideen ausgegangen zu sein?

Die rote Fahrbahnmarkierung führt den Radfahrer (und den Fußgänger) zwar direkt auf die andere Seite der K 73, aber wohin denn genau? Es tun sich folgende Fragen auf:

  1. Handelt es sich um die Fortsetzung des kombinierten Fuss- / Radweges? Dass der kombinierte Fuss- und Radweg hier endet, wird nicht durch eine entsprechende Beschilderung angezeigt. (Vgl. Bild 1) Wenn das Fuss- / Radweggebot weiterhin Bestand hat, muss der Radfahrer diesen Weg benutzen.
     
  2. Handelt es sich um einen Fussweg, den Radfahrer benutzen dürfen, also geduldet sind? Diese Beschilderung weist dieses Wegstück zumindest - etwa in Höhe der Tankstelle - in der umgekehrten Richtung auf. Hier kann der Radfahrer selbst entscheiden, ob er er den rechten Straßenrand benutzt oder die Möglichkeit auf dem Fussweg zu fahren vorzieht. Dies setzt aber auch die entsprechende Beschilderung voraus.
     
  3. Verkehrsrechtlich nicht eindeutig ist auch, ob der Radfahrer diesen Weg auch in der "falschen" Fahrtrichtung befahren darf. Dies wiederum würde die Anpassung der Beschilderung auch an anderer Stelle erforderlich machen. (Vgl. Bild
     
  4. An der anderen Ortsseite von Kerstenhausen endet der Wirtschaftsweg aus Rtg. Bad Zwesten, auf dem Radfahren per Zusatzschild erlaubt wird. Auf dem Weg verläufen die Fernradwege R4 und R5 und der Schwalmradweg. Die weitere Richtung von R4/R5 und Schwalmradweg wird an dieser Stelle zwar angezeigt, es fehlt aber für den Radfahrer jeglicher Hinweis, dass er den Fussweg auch benutzen darf und gegebenenfalls auch der Hinweis, dass er mit Gegenverkehr zu rechnen hat.
     
  5. Als unfallträchtiges Nirvana bezeichene ich die Engstelle des "nicht definierten Weges" auf der Höhe der NVV-Bushaltestelle Kerstenhausen. Dort ist Begegnungsverkehr zwischen Radfahrer und Fussgänger und zwischen Radfahrern (fast) nicht möglich und für denjenigen, die von der Bordsteinkante in den fließenden Verkehr "abdriften" lebensgefährlich.

Der eine oder andere wird sich fragen, warum ich mich so intensiv mit solchen Sachverhalten auseinandersetzte. Dies hat zwei Gründe: Zum einen sollte jeder Verkehrsteilnehmer das Recht auf Sicherheit durch Klarheit haben. Kommt es erst zum Schaden mit rechtlichen Auseinandersetzungen können die Rechtsanwälte von drei Parteien, nämlich der von dem motirisierten Verkehrsteilnehmer, der von dem Radfahrer und der von der örtlichen Verkehrsbehörde die Säbel wetzen. Es bedarf nicht allzuviel Fantasie, wer der Schwächste in dieser Auseinandersetzung sein könnte.

Zum anderen liegt mir außerordentlich viel daran aufzuzeigen, dass die Stadtverwaltung der Stadt Borken (Hessen) eigentlich aus eigenem Antrieb heraus solche Dinge erkennen und entsprechend handeln müsste. Schließlich hatte man über 20 Jahre Zeit, sich auf den Tag-X einzustellen. Es gibt aber auch möglicherweise für die Stadt den Hintergrund, manche Dinge gar nicht so genau regeln zu wollen. Dies werde ich in Kürze mit einem Offenen Brief, in dem ich die Behörde um eine verbindliche Stellungnahme bitten werde, abklären. Meine Anfrage und die Stellungnahme der Verwaltung werde ich hier zu gegebener Zeit veröffentlichen.

Bild 1 Jegliche Beschilderung des gegenüberliegenden Weges fehlt. Gilt das Fuss- und Radweggebot weiter?

Bild 2  Dieses blaue Gebotsschild verpflichtet Fussgänger und Radfahrer diesen Weg zu benutzen.

Bild 3 Der Verlauf der Radwege R4 und R5 wird an dieser Stelle zwar angezeigt. Dies allein berechtigt aber den Radfahrer noch nicht, den (Fuss-)Weg entgegen der Fahrtrichtung zu benutzen.

Bild 4  Hier die Beschilderung in umgekehrter Richtung. Die Radfahrer sind auf diesem (Fuss.)Weg geduldet.

Bild 5 Beim Verlassen der Straße "Im Mühlengrund" wird dem Verkehrsteilnehmer signalisiert, dass er ausschließlich mit Radverkehr von links zu rechnen hat. Sollte es tatsächlich für den Radfahrer erlaubt sein auch von rechts zu kommen, dann muss dieses Schild geändert werden.

Bild 6 Diese Aufnahme zeigt die Situation am anderen Ende von Kerstenhausen. Zwar wird auch hier der Verlauf von R4 und R5 angezeigt, es fehlt aber jeglicher Hinweis darauf, dass Radfahrer den Fussweg benutzen dürfen.

Bild 7 Blick auf die Engstelle, an der die gefahrlose Begegung zweier Verkehrsteilnehmer auf dem (Fuss-)Weg fast unmöglich ist.

 

Bild 8 Zeigt die Engstelle nochmals etwas näher mit einem Radfahrer. Es wird verdammt eng für zwei und es wird vermutlich meist versucht an einander vorbeizukommen. Mir selbst ist an dieser Engstelle bereits einmal ein "Pärchen" aus der Aufnahme Richtung entgegengekommen. Sie hatten deutliche Probleme auf dem Gehweg zu bleiben und ich, nicht mit dem Geländer zu kollidieren. Auf die Idee, den entgegenkommenden Verkehr zunächst passieren zu lassen sind sie nicht (schnell genug) gekommen, obwohl sie deutlich die gefährlichere Seite zu befahren hatten. Diese Engstelle erfordert vorausschauendes Radfahren, was man sicherlich nicht bei jedem voraussetzen kann.

Bild 9 Die gleiche Stelle noch einmal aus der anderen Richtung.

Bild 10 Erkennbar folgen viele LKW's der Ideallinie um die Geschwindigkeit so wenig wie möglich zu reduzieren. Mit anderen Worten, der eigentliche Effekt einer Geschwindigkeitsreduzierung (Verkehrsberuhigung) wird durch die baulichen Maßnahmen an dieser Stelle in dem gewünschten Maße gar nicht erreicht. Für die Befahrung dieses Weges nur aus einer Richtung in der Vergangenheit mag dass ja gerade noch hinnehmbar gewesen zu sein. Mit der Fertigstellung des Radweges wird sich das Radfahreraufkommen hier aber deutlich steigern.

Schaut man sich die Verhältnisse vor Ort einmal genauer an, kann man feststellen, dass die westliche Mittelinsel im Grunde überflüssig ist und eigentlich auch noch dazu animiert, die Straße dort und nicht wenige Meter entfernt an der Fussgängerampel zu überqueren. Durch den Rückbau dieser überflüssigen Überquerungshilfe könnte der Gehweg an der Engstelle wieder auf eine vertretbare Breite gebracht werden. Warum hat man in der Verwaltung nicht mehr die "körperlicher Unversehrtheit" der Radfahrer und /Fussgänger im Fokus? Dem durchrauschenden, unerträglichen LKW-Verkehr bringt man hingegen mehr Verständnis entgegen.

 

 


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 HBBM Themenpark - Text
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170412 Web HBBM Text Besucherstollen
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 Badesee Stockelache - Text
 Fotos vor November 2011
 Fotos ab November 2011
 Fotos von der Videocam ab 2017
170412 Web Badesee Stockelache
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 Singliser See - Text
 Fotos vor November 2011
 Fotos ab November 2011
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170412 Web Singliser See
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 Gombether See - Text
 Fotos vor November 2011
 Fotos ab November 2011
 Fotos von der Videocam ab 2017
 170031 Web Gombether See
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 Borkener See - Text
 Fotos vor November 2011
 Fotos ab November 2011
 Fotos von der Videocam ab 2017
 170412 Web Borkener See
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 Schwalm - Text
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 "Olmes-Radweg"

 In Bezug genommenes Schreiben
 Antwort auf das in Bezug genommene Schreiben
170505 Radwegesituation in Borken - Olmes Radweg kompr
150620 b Schreiben an Ordnungsamt buf
150626 Antwort Stadt wg Beschilderung

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Letzte Aktualisierung: 02.07.2017
Letzte Fehlerkorrekturen: 05.06.2017